19.03.2011 – Tostedt – Mobi-Video

Vortrag zur Situation in Tostedt II

Am 26.01., 19:00 wird im Opis (Achtung, geänderter Veranstaltungsort!) in Buxtehude ein Vortrag zum Thema „Was ist los in Tostedt? Infoveranstaltung zu den Naziaktivitäten und Strukturen in Tostedt, wie diese sich dort etablieren konnten und was dagegen getan werden kann“ gegeben.

Siehe auch hier.

Vortrag im Antifa-Café in Hamburg zur aktuellen Situation in Tostedt

Hier ein Hinweis auf die Veranstaltung am kommenden Freitag in der Hafen-VoKü:

Freitag 01.10. – geöffnet ab 19:00, Veranstaltungsbeginn 20:00 Uhr
Hafen-VoKü, Hafenstrasse 116, 20359 Hamburg
Der Tofu-Club bietet Hot-Dogs an.

AntifaschistInnen aus Tostedt sind zu Gast und berichten über die aktuelle Situation in ihrer Stadt. Der kleine Ort in Niedersachsen ist dieses Jahr aufgrund von gewalttätigen Übergriffen von Nazis auf linke Jugendliche vermehrt in die Schlagzeilen geraten. Der Großteil dieser Übergriffe findet allerdings im Verborgenen statt und schafft es weder in die Öffentlichkeit noch finden sie sich in den offiziellen Statistiken rechter Gewalttaten.
Es ist mehrheitlich die Rede von Rivalitäten unter Jugendlichen; ein politischer Hintergrund wird geleugnet. Dabei wird jedoch nicht nur die aktuelle Situation falsch dargestellt, sondern auch übersehen, dass es sich bei der Neonaziszene in Tostedt um eine seit mehreren Jahren gewachsene Struktur handelt, die sich erst durch aktive Unterstützung von staatlicher Seite in diesem Maße etablieren konnte.
Mit der Veranstaltung möchten wir eine Gegenöffentlichkeit schaffen. Der Zustand der Verharmlosung ist nicht länger hinnehmbar.

Zum Antifa-Café

Was ist Extremismus?

Gedenken an den verstorbenen Widerstandskämpfer Rudolf Welskopf

Welskopf Gedenktafel

Am Donnerstag den 26. August fand in Buxtehude das alljährliche Gedenken an den verstorbenen Widerstandskämpfer, gegen den Nationalsozialismus, Rudolf Welskopf statt.
Welskopf engagierte sich mit einer Zelle der Kommunistischen Partei gegen die NSDAP und die SA. 1935 wurde er im „Buxtehuder Hochverratsprozess“ zu 5 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Polizeiaufsicht verurteilt. Doch auch dadurch ließ sich sein Wille zum Widerstand nicht brechen. Deshalb wurde er 1940 als „unverbesserlich“ erklärt und saß von dort an im KZ Sachsenhausen. Aus dem Außenlager Lichtenfelde gelang ihm 1944 die Flucht. Bis zum Ende des Krieges druckte er weiter Flugblätter gegen das Hitlerregime. Rudolf Welskopf verstarb 1979.

Die Geschichte vom Andenken an einen der wenigen Widerstandskämpfer ist eine bewegte: Lange Zeit war die Tatsache, dass Welskopf Kommunist und später DDR Bürger war Grund dafür ihm eine Gedänkstätte zu verweigern. Die, nach langer Debatte, endlich angebrachte Gedenktafel scheint allerdings kaum mehr als eine politische Pflichterfüllung zu sein.

Für weitere Informationen über Rudolfs Welskopf und die Diskussion um die Anbringung einer Gedenktafel:

Kurzbiografie von Rudolf Welskopf
Wikipedia: Rudolf Welskopf
VVN-BdA Stade: Biografie und Chronologie des Streits um die Gedenktafel